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Vitruvianischer Mensch Leonardo da Vinci

Vitruvianischer Mensch

Vermutlich hast du ihn im Zusammenhang mit Dan Browns Roman „Sakrileg“ oder auf der italienischen 1-Euro-Münze kennengelernt. Dieses Werk entstammt der talentierten Hand des italienischen Malers Leonardo da Vinci. Die Idee dieser Zeichnung entspringt der antiken Abhandlung „zehn Bücher über Architektur“ von Marcus Vitruvius Pollio. Auch Vitruv genannt, welcher den Mensch in perfekten Proportionen (homo bene figuratus) auslegt.

Jetzt kommt ein ganzer Schwall an Zitaten, aus dem Sakrileg von Dan Brown, weil er mich damit einfach gewonnen hat. Dieser Autor ist einfach nur der Hammer, in meinen Augen.


Der Kreis war das fehlende Element gewesen. Als weibliches Symbol des Beschützens hatte der um den nackten Mann gezogene Kreis der von da Vinci beabsichtigten Botschaft von der Harmonie des Männlichen und Weiblichen zum vollkommenen Ausdruck verholfen.Seite 67
Es zeigte ein blassgelbes Pergament mit Leonardo da Vincis berühmtestem männlichen Akt – der Proportionsstudie nach Vitruv, so benannt nach dem bedeutenden römischen Architekten Marcus Vitruvius, der in seiner Schrift de architectura den goldenen Schnitt gepriesen hatte. ‚Niemand hat besser als Leonardo da Vinci die göttliche Struktur des menschlichen Körpers begriffen. Er hat sogar Leichen ausgegraben, um an den Körpern die Proportionen des Menschen zu studieren. Er hat als Erster gezeigt, dass der Körper des Menschen aus Elementen aufgebaut ist, deren Maßverhältnisse immer den Wert von Phi ergeben. (…) Messen Sie den Abstand von Ihrem Scheitel zum Fußboden und teilen Sie den Wert durch den Abstand vom Nabel zum Boden. Sie werden sich wundern, welche Zahl dabei herauskommt.‘ ‚Phi(…)‘ ‚Eins Komma sechs eins acht. Noch ein Beispiel gefällig? Nehmen Sie den Abstand von Ihrer Schulter zu den Fingerspitzen und teilen sie ihn durch den Wert der Länge des Armes vom Ellbogen zu den Fingerspitzen: wieder Phi. (…) Hüfte zum Boden dividiert durch Knie zum Boden. Noch einmal Phi. Fingerglieder, Zehen, die Abschnitte des Rückgrats: Phi, Phi und Phi. Jede und jeder von Ihnen ist eine wandelnde Huldigung an den goldenen Schnitt. (…) Wie Sie sehen, hat das scheinbare Chaos der Erscheinungen der Welt eine tiefere Ordnung. Als die Alten auf die Zahl Phi gestoßen sind, glaubten sie, über den Baustein gestolpert zu sein, aus dem Gott die Welt zusammengesetzt hat, was sie in ihrer Verehrung der Natur bestärkte. Das kann man gut verstehen, nicht wahr? Gottes Hand ist in der Natur überall gegenwärtig. (….) Das Geheimnis der göttlichen Proportionen des goldenen Schnitts war der Schöpfung von Anfang an immanent. Der Mensch ist ein Spieler auf dem Spielfeld der Natur.‘ Seite 132f
‘Ungeachtet der anscheinend mystischen mathematischen Herkunft der Zahl Phi liegt ihrer geradezu unglaubliche Bedeutung darin, dass sie in der Natur eine grundlegende Rolle spielt. Pflanzen, Tiere, sogar der Mensch weisen in ihren Proportionen Maßverhältnisse auf, die mit einer geradezu unheimlichen Konstanz den wert Phi zu eins, als den Kehrwert von Phi aufweisen. Die Allgegenwärtigkeit von Phi in der Natur (…) ist so signifikant, dass es kein Zufall sein kann. Die Alten haben deshalb geglaubt, mit der Zahl Phi habe der Schöpfer ein Ordnungsmuster in die Welt getragen. Sie nannten diese Verhältniszahl den ‚goldenen Schnitt‘. (…) Haben sie das Verhältnis der männlichen zu den weiblichen Tieren in der Population eines Bienenstocks untersucht?‘ ‚(…) Die weiblichen Insekten sind immer in der Überzahl.‘ ‚Richtig. Dann sollten Sie auch wissen, dass sich in jedem Bienenstock der Welt jedes Mal der gleiche Wert ergibt, wenn man die Zahl der weiblichen Exemplare durch die Zahl der männlichen dividiert, und zwar der Wert Phi. (…) Phi. (…) Die Proportion des goldenen Schnitts. Eins Komma sechs eins acht zu eins.‘Seite 131f

In dem Sinne, meine Freunde, steht der Vitruvische Mensch für mich für Perfektion, ein Wunder der Natur, die wunderbare Natur und die wunderbare Welt. Ein Stück weit auch für etwas Großes, was uns schwer fällt zu verstehen, weil wir so kleingeistig und limitiert sind.