Zwischenbericht Mai

Zwischenbericht Mai Yogalehrerausbildung

Hausaufgaben

Hier findest du die Liste der Hausaufgabe, die wir bis zu diesem Wochenende aufhatten.

Unmittelbar nach dem Yoga-Wochenende war mir klar, dass Isi und ich uns frühstmöglich zusammensetzen sollten, um unsere gemeinsame Yoga-Stunde für das folgende Ausbildungs-Wochenende im Mai zu planen. Schließlich sollten wir noch Zeit haben es auszubauen und durchzutrainieren. Wir haben uns für klassisches Hatha-Yoga entschieden. Und sind dann auch noch die allerersten die für unseren Kurs eine Yoga-Stunde geben werden.

Von Ausbildungsteilnehmerinnen habe ich gehört, dass sie in der Asana (Haltung) Taube angefangen haben zu weinen. Die Taube lehrt Akzeptanz und öffnet die Hüfte. Laut Yoga werden Emotionen und Erlebnisse in der Hüfte gespeichert. Durch gezielte Hüftöffnung könne man selbst Traumata loslassen lernen. Daraufhin haben wir uns dazu verleiten lassen die Taube als Peak-Pose zu küren. Das bedeutet, dass wir über die Yoga-Stunde hinweg darauf vorbereiten und die Eka Pada Rajokapotasana den Höhepunkt unserer 90 Minuten darstellt.
Isi und mir fällt die Festlegung der Asana-Bezeichnungen für die anderen Haltungen schwer. Einige Asanas haben mehrere Namen oder ein Name bedeutet mehrere Asanas je nach Stilrichtung. Weil wir Ashtanga und Hatha noch gar nicht richtig auseinander halten können, hoffen wir auf das Beste.

Da es etwas länger her ist, dass ich die Living Gita gelesen habe und vor der letzten Hausaufgabe schon entsprechend weit gekommen bin, fahre ich mit den Yoga-Sutras fort. Patanjalis Sutras bewegen etwas in mir. Danach bin ich so motiviert und von der Theorie berührt, sodass meine Überzeugung yogisch zu leben vervielfältigt und mein Herz entflammt ist.

Praxis

Mein Nauli habe ich auf einen Punkt gebracht, an dem ich behaupten kann, dass es Nauli ist. Diese Reinigungstechnik gehört neben den Sonnengrüßen zu meinem täglichen Morgen-Ritual.

Mittlerweile habe ich mehr Kraft in den Schultern und Oberarmen aufgebaut. Dadurch schaffe ich ohne abzulegen einige Male aus dem Chaturanga Dandasana in den heraufschauenden Hund zu fließen.

Die Wochenenden nutze ich für ausgedehnteres Yoga inkl. anschließender Meditation. Für die Meditation lasse ich mich über Youtube führen. Das Gefühl was ich dabei erfahre ist reine Glückseligkeit. Es ist mit nichts anderem von der äußeren Welt zu vergleichen, wenn man bei sich selber ankommt. Im Alltag möchte ich öfter an diesen Zustand denken und erinnere mich wie wichtig das Hier und Jetzt ist.

Yoga-Lehrer in progress

Glücklicherweise haben sich meine Cousine und ihr Freund bereit erklärt mein frisch erlerntes Wissen aus der Ausbildung in die Praxis umsetzen zu dürfen und beide zu unterrichten. Einmal die Woche erhalten sie eine Yoga-Stunde von mir. Drei Unterrichtseinheiten habe ich derweil gegeben und fühle mich mit jedem Mal sicherer, erkenne allerdings auch wo es noch Baustellen gibt. Zwei Tage vorher überlege ich mir wie die Stunde aussehen soll und trainiere sie mit Ansagen durch.

Ich freue mich diese Chance nutzen zu dürfen!

Das liebe Plastik … nicht

Und in den Geschäften muss gefühlt alles doppelt und dreifach in Plastik verpackt sein. Deswegen bevorzuge ich nun türkische Läden. Dort kann ich plastikfrei über die Mengen an Obst und Gemüse entscheiden, die ich brauche. Tahini und Apfelessig gehört dort ebenfalls zum Standard.

Der Elefant, der das Glück vergaß

…begeistert mich durch und durch. Ich glaube ich lese in diesem verhältnismäßig dünnen Buch seit ungefähr 3 Monaten. Mit jeder gelesenen Seite bin ich etwas trauriger dem Ende des Buches näher zu kommen, andererseits versuche ich viele Geschichten daraus im Alltag zu leben. Der Elefant, der das Glück vergaß ist eine Sammlung aus berührenden Zen-Stories von Ajahn Brahm. Für jedes Thema gibt es mindestens eine Geschichte, die sich so in mein Gehirn einbrennt, dass ich eine grundlegende Veränderung in meinem Gedankengut feststelle.

Ein Beispiel möchte ich dir aus diesem Buch erzählen:

Ajahn Brahm wurde in ein Gefängnis eingeladen. Dort sollte er einen Vortrag halten. Anschließend sind die Rückfall-Raten immens zurückgegangen. Wie schafft dieser buddhistische Mönch das nur? Er sieht die Insassen nicht als Diebe, Mörder oder Vergewaltiger an. Für ihn sind es immer noch Menschen, wie du und ich. Er beschreibt sie als: ein Mann, der einst etwas gestohlen hat oder aus irgendwelchen Gründen jemanden umgebracht hat. Und dieser Insasse hat immer noch ein Gesicht und es gibt immer noch tolle Dinge, die er im Leben geleistet hat. Deswegen ist und bleibt er ein Mensch. Du möchtest auch nicht andauernd als Putzfrau*mann gesehen werden, nur weil du Zuhause mal aufräumst. Du bist auch kein Koch, weil du dir eine Mahlzeit zubereitest. Du bist immer noch du und möchtest nicht auf nur eine einzige Tätigkeit beschränkt werden. Genauso bringt es dir nichts dein Ego zu füttern, weil du einer beruflichen Tätigkeit nachgehst, die in der Gesellschaft angesehen ist. Du bestehst bekanntlich aus viel mehr als deinem Beruf.

Und dieses Bild lässt sich unter anderem auf kranke Menschen übertragen. Es ist weder der Psychopath, der Spinner noch die Krebskranke. Wir alle sind Menschen. Wir alle sind eins.

In dem Sinne achte auf dein Karma und berichte mir von deinen Erlebnissen, die dein Verhalten positiv prägen.

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